Der Zimbelstern / Das Zimbelspiel

 

Kleine Orgelkunde: 

 

Eigentlich ist eine Orgel ja ein Blasinstrument. Die Töne werden dadurch erzeugt, dass Luft durch die vielen Holz- und Metallpfeifen bläst, also wie bei einem großen Flötenorchester. Es gibt aber eine Ausnahme: Den Zimbelstern. Dieses seltene und etwas merkwürdige „Instrument“ hat nun gar nichts mit einer Flöte zu tun, eher mit einer Fahrradklingel. Bei einem Zimbelstern hört man nämlich eine Abfolge von fünf bis sieben kleinen Bronzeglöckchen, die schnell hintereinander angeschlagen werden. Das macht allerdings nicht der Organist selber, sondern eine mechanische Vorrichtung innerhalb der Orgel. Von außen sieht man eigentlich nur einen goldenen Stern, der sich dreht. Hinter diesem Stern befindet sich die mechanische Welle, die die Glöckchen anschlägt.

  

Zimbelsterne werden seit dem 15. Jahrhundert in Orgeln eingebaut. Sie werden meistens nur in der Weihnachtszeit benutzt. Der „Klassiker“ ist die Verwendung bei der dritten Strophe von O DU FRÖHLICHE. Dann ertönt neben dem Choral zusätzlich dieses himmlische Glockenspiel. Musikalisch passt dieses Effekt-Instrument allerdings auch zu vielen anderen festlichen, lauten Orgelwerken.

 

Die Sandkruger Orgel hat seit dem 4. Advent 2016 einen Zimbelstern, bzw. ein Zimbelspiel. Von aussen ist er/es nicht sichtbar. Die Klangschalen aus Bronze befinden sich innen oberhalb der Basspfeifen.

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